Öræfajökull: Erhöhung der Alarmstufe

Am isländischen Gletschervulkan Öræfajökull wurde die Alarmstufe auf “gelb” erhöht. Grund hierfür war die Entdeckung einer Depression (Absenkung) im Eis, die einen Durchmesser von 1 km hat. Erhöhte Wärmestrahlung ließ das Eis schmelzen, so dass sich die Eisdecke absenkte. In den vergangenen Tagen wurde im Fluss Kvíá eine erhöhte Schwefel-Konzentration nachgewiesen, auch die Leitfähigkeit des Wassers war erhöht. Zudem stieg die Seismik an. Der Vulkan im Südosten des Vatnajökull brach zuletzt 1727 aus. Sollte es zu einer Eruption kommen, könnte diese durchaus groß sein. Interessanter Weise kam es im gleichen Jahrhundert zur Laki Eruption, die mit dem Bardarbunga in Verbindung stand. Auch wenn die großen Vulkane unter dem Vatnajökull teils als eigene Zentralvulkane angesehen werden, ist eine Verbindung und gegenseitige Beeinflussung durchaus denkbar.

Mount St. Helens mit verstärkten Schmelzwasser-Fluss

Am Mount St. Helens in den USA nimmt nicht nur die Seismik zu, sondern auch Stärke und Temperatur des Schmelzwasserflusses. Hier stieg die Temperatur von 39.2 auf 64.4 Grad. Unklar, ob es Fahrenheit, oder Celsius ist, allerdings bleibt der Temperaturanstieg signifikant. Die Daten stammen von der Vulkanologin Fabiola Johnston.

Gunung Agung: weiterer Rückgang der Erdbebentätigkeit

Gestern wurden am Vulkan auf Bali noch 31 Erdbeben registriert. Tremor war nicht dabei. Die Amplituden einiger Erdbeben sehen im Seismogramm vergleichsweise hoch aus, dennoch nimmt die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Eruption weiter ab.


Ätna mit Ascheeruptionen

Gestern Morgen ereigneten sich am Ätna auf Sizilien einige schwache Ascheeruptionen. Diese manifestierten sich im Neuen Südostkrater. Inzwischen hat der Winter in den Höhenlagen des Vulkans Einzug gehalten, was die Wintersportler freuen dürfte. Diese Freude könnte sich bald eintrüben, falls Ascheablagerungen auf dem Schnee den Schifahrern ihren Spaß verderben sollten.

Fuego mit steigender Temperatur

Thermalsatelliten registrieren am Fuego in Guatemala bereits wieder steigende Temperaturen. So emittierte der Vulkan gestern eine thermische Strahlung von 112 MW. Diese wurde von glühenden Schuttlawinen verursacht.

Kilauea: starke Deflation

Am Kilauea auf Hawaii wird derzeit eine starke Deflation registriert. Der Spiegel des Lavasees im Halema‘uma‘u-Krater ist um mehr als 10 m gefallen und liegt bei 41 m unterhalb des Calderarandes am Aussichtspunkt. Das ist der tiefste Stand seit vielen Monaten. In den vergangenen Tagen nahm auch die Aktivität am Lavastrom 61g ab, da Halema‘uma‘u und Puʻu ʻŌʻō durch ein unterirdisches System miteinander verbunden sind. Der Lavastrom ist zwar noch aktiv, doch derzeit fließt keine Lava mehr bis in den Ozean. Das Lavadelta bei Kamokuna liegt trocken. Weiter oberhalb auf der Küstenebene gibt es noch ein paar oberflächliche Lavaströme. Sehr wahrscheinlich lassen die bald auch erst einmal nach.

Ebeko mit Ascheeruptionen

Der Vulkan auf den Kurilen eruptierte in den letzten Stunden 4 Aschewolken. Diese wurden vom VAAC Tokyo registriert.  Die Vulkanasche erreichte eine Höhe von 3 km. Ebeko bricht sporadisch aus und war in den letzten Monaten für mehrere vergleichbare Episoden verantwortlich.

Eruption am Sinabung

Dieser Tage eruptiert der Vulkan auf der indonesischen Insel Sumatra Aschewolken, so auch gestern. Es handelte sich um eine explosive Eruption, ohne dass es zu einem Kollaps am Dom kam. Dieser wächst relativ langsam, dennoch besteht die Gefahr pyroklastischer Ströme.

Popocatepetl in guter Laune

Der Vulkan in Mexiko zeigte sich gestern von seiner guten Seite und eruptierte über mehrere Stunden eine Asche-Dampf-Wolke. Die Eruption begann mit einer Explosion am Morgen. Die Eruption konnte via Live Stream gut verfolgt werden. Zudem registrierte das Observatorium 258 schwächere Exhalationen und einige Erdbeben.

Gunung Agung mit Dampfwolke

Auf Bali ist der Gunung Agung weiterhin unruhig. Die Seismik war gestern geringer als am Vortag, allerdings stieg die Dampfwolke 400 m hoch auf.

Mount Kanlaon mit Seismik

Am Vulkan auf der philippinischen Insel Negros wurden innerhalb von 24 Stunden 279 vulkanische Erdbeben registriert. Der Alarmstatus wurde auf “2” erhöht. Bereits letztes Jahr stand Kanlaon in den Schlagzeilen, da er mehrere kleine Ascheeruptionen erzeugte.

Sakurajima eruptiert erneut

Der Vulkan im Süden der japanischen Halbinsel Kyushu zeigt sich wieder von seiner aktiven Seite. Seit gestern eruptierte er 5 Aschewolken, die vom VAAC Tokyo registriert wurden. Bei der größten dieser Vulkanausbrüche stieg die Vulkanasche bis in einer Höhe von 4 km auf. Auch der weiter südlich gelegenen Suwanose-jima ist derzeit aktiv und eruptiert strombolianisch.

Gunung Agung: Seismik stabil

In den letzten Tagen hat sich die Seismik am Vulkan auf Bali auf einem Niveau eingeschossen. Gestern wurden 78 Erdbeben registriert, wovon eines ein niedrig-frequentes Erdbeben war. Diese Erdbeben sind der Vorläufer von harmonischen Tremor. Zudem gab es eine Phase nicht-harmonischen Tremors.

Delle im Ozean durch Magmablase im Erdmantel

Die Karte zeigt die Schwerkraftanomalien des Geoids. Die Schwerkraft-Anomalie vor Indien ist Blau eingezeichnet. Dort vermuten Geowissenschaftler eine gigantische Magmablase.
1000-fach überhöht dargestellte Schwerkraftverteilung des Geoids. © ASU-MATLAB

Dass das Geoid der Erde eher einer schrumpeligen Kartoffel gleicht, anstatt einer glatten Murmel ist keine neue Erkenntnis. Exakte Messungen des Schwerefelds der Erde enthüllten dies schon vor einigen Jahren. Das mittlere Niveau des Meeresspiegels gilt als Referenzwert des Geoids. Ungeachtet des Tidenhubs weicht auch der Meeresspiegel vom Ideal des Geoids ab. So gibt es mitten auf den Weltmeeren Gebiete, in denen der Meeresspiegel höher, oder tiefer ist, als der Referenzwert. Seefahrer bemerken diese seltsame Berg-und Talfahrt mitten im Ozean nicht, da die Gebiete so groß sind, dass es nur seicht bergab und bergauf geht.

Vor der Südspitze Indiens liegt die tiefste Delle der Ozeane: in einem riesigen Areal liegt der Meeresspiegel mehr als hundert Meter unter dem normalen Niveau. Diese Delle im Meeresspiegel wird durch eine Schwerkraftanomalie hervorgerufen. Doch wie diese Schwerkraftanomalie zustande kommt, blieb lange ein Rätsel. Nun haben indische Wissenschaftler ein Modell entwickelt, das die Anomalie erklären könnte. Demnach soll eine gigantische Magmablase im Erdmantel für die Delle verantwortlich sein. Die Forscher um Attreyee Ghosh (Indian Institute of Science in Bangalore) sind dieser Magmablase auf die Spur gekommen, indem sie globale Konvektionsmodelle berechneten. Bei ihren Computersimulationen variierten sie die angenommene Viskosität des Mantelmaterials, welches in gigantischen Zellen rotiert. Bei einigen Modellrechnungen stimmten die Viskositäts-Parameter ziemlich genau mit den gemessenen Abweichungen des Geoids überein.

Wenn es im Erdmantel unter der Meeresdelle ein großes Magmareservoir gibt, stellt sich natürlich die Frage woher dieses kommt. Die Wissenschaftler vermuten unter Ostafrika den aufsteigenden Arm einer Konvektionszelle, der Gesteinsschmelze aus dem unteren Mantel in den Oberen transportiert. Der Strom geschmolzenen Gesteins schert im oberen Bereich des Erdmantels ab und transportiert die Schmelze wie in einem gigantischen Förderband Richtung Nordosten. Warum sich das Material aber vor der Südspitze Indiens sammelt ist unklar. Vielleicht blockiert subduziertes Krustenmaterial einer -inzwischen inaktiven- Subduktionszone das Förderband, so dass sich die Gesteinsschmelze aufstaut. Submarine Vulkane gibt es in diesem Gebiet allerdings nicht.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein anderes Phänomen des indischen Subkontinents ein: die Dekkan-Trappbasalte. Diese bis zu 2000 Meter mächtige Basaltdecke bedeckt eine Fläche von 1,5 Millionen Quadratkilometern. Die heutigen Ablagerungen sind zum Teil erodiert und haben noch ein Volumen von 500.000 Kubikkilometern. Sie wurden in einem recht großen Zeitraum eruptiert. Wie groß dieser war ist umstritten und man gibt eine gewaltige Zeitspanne von 500.000 – 9.000.000 Jahren an. Der Höhepunkt der Eruptionen ereignete sich vor 66 Millionen Jahren. Ein Zeitraum, der mit dem Aussterben der Dinosaurier korreliert. Der Ausstoß von soviel Lava hat das globale Klima massiv beeinflusst, es kam zu einem Pflanzensterben, so dass die Dinos ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden. Einer neuen Theorie zufolge, kam es möglicher Weise  zu einer doppelten Katastrophe von Meteoriteneinschlag und der Eruption des Flutbasalts. Die seismische Schockwelle des Meteoriteneinschlags könnte die Hochphase der Dekkan-Trapp-Eruption ausgelöst haben. Für die Quelle des Flutbasalts wird gerne der La Réunion hot-spot verantwortlich gemacht. Doch lässt man die Kontinente wandern, so sieht man, dass Indien auch über die Stelle der heutigen Schwerkraftanomalie wanderte, wobei unklar ist, ob sie zu dieser Zeit bereits existierte. Vielleicht stieg ein Teil des Magmas aus der Blase auf und schuf den Dekkan Trapp.


Quelle: Geophysical Resarch Letters: The Importance of Upper Mantle Heterogeneity in Generating the Indian Ocean Geoid Low, Attreyee Ghosh, G. Thyagarajulu, Bernhard Steinberger. Die Abbildungen stammen vom ASU MATLAB und Fotolia.

Iran: Erdbeben Mw 7,2

13.11.2017

Das Erdbeben im Iran kostete mindestens 200 Iraner das Leben. Fast 2000 Personen wurden verletzt. Über die Opferzahlen im Irak gibt es noch keine verlässlichen Zahlen. Bisher wurden dort nur 7 Tote bestätigt. Ich gehe von einer weitaus größeren Zahl aus. In der Kurdenregion laufen die Bergungsarbeiten nur langsam an.

Erdbeben 6,5 in Costa Rica

Wenige Stunden nach dem Erdbeben im Iran, bebte die Erde auch in Costa Rica. In der Nähe des Badeortes Jaco an der Pazifikküste bebte die Erde mit einer Magnitude von 6,7. Das Hypozentrum lag ich 20 km Tiefe. 2 Personen starben an Herzinfakt. Über große Schäden liegen noch keine Meldungen vor. In den letzten Wochen ist eine deutliche Zunahme der seismischen Aktivität in dem mittelamerikanischen Land zu verzeichnen. Man muss dort mit weiteren starken Erdbeben rechnen.

12.11.2017

Im Grenzgebiet zwischen Iran und Irak gab es heute Abend ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,2. das Hypozentrum lag in 19 km Tiefe in einer ländlichen Region. Es wird bereits jetzt von Toten und Verletzten berichtet. Bis zur irakischen Hauptstadt Bagdad sind es 212 km. In etwas größerer Distanz liegen Mossul und Erbil: zwei Namen die im Zusammenhang mit dem IS oft in den Medien standen. Das Erdbeben ereignete sich an einer großen Störungszone und in einem mehr als 300 km durchmessendem Gebiet stürzten Häuser ein. Es folgten mehrere mittelstarke Erdbeben.

Gunung Agung mit nicht-harmonischen Tremor

13.11.2017

Am Vulkan in Bali wurden 79 schwache Erdbeben aufgezeichnet. Dazu kamen 3 Phasen mit nicht-harmonsichen Tremor. Das meiste Magma scheint derzeit in einer Tiefe von 4 km festzustecken.

12.11.2017

Gestern wurden am Gunung Agung auf Bali 66 Erdbeben registriert, zudem 6 Phasen mit nicht-harmonischen Tremor. Das ist schon eine relativ hohe Anzahl und ein Indiz dafür, wie aktiv das Magma unter dem Vulkan ist. Heute sind auf dem Seismogramm auch wieder Tremorphasen zu erkennen.

Popocatepetl eruptierte 3 Mal

Gestern war der Vulkan in Mexiko Schauplatz von 3 explosiven Eruptionen. Vulkanasche stieg 3000 m über den Krater auf und Tephra deckte die Vulkanflanken ein. Die Eruptionen folgten am Morgen in relativ kurzen Abständen. Zwischen den Explosionen wurde eine Dampfwolke gefördert. Zudem verzeichneten die Vulkanologen über 400 Asche-Dampf-Exhalationen. Nachts sieht man einen rot illuminierten Nachthimmel über den Krater. Sehr wahrscheinlich wächst ein neuer Lavadom.

Erdbeben am Ätna

Am Vulkan auf Sizilien gab es in den letzten Stunden 2 Erdbeben. Eines lag in nur 1 km Tiefe etwas nördlich des Zentralkraters und hatte die Magnitude 2,2. Das stärkere Beben brachte es auf Mw 3,5 und lag einige Kilometer westlich des Vulkans.

Gunung Agung: wie könnte es weitergehen?

Seit fast 2 Monaten hält der Gunung Agung die Vulkanwelt in Atem. Zunächst standen die Zeichen auf Sturm: durch den schnellen Anstieg von Seismik und Inflation wurde vorzeitig roter Alarm ausgelöst und ein baldiger Vulkanausbruch vorausgesagt. Doch wieder einmal müssen sich die Vulkanologen eingestehen, dass es sehr schwierig ist exakte Prognosen zu stellen. Trotz aller Fortschritte in der Vulkanologie kann man nur sagen, dass der Vulkan sich auf eine Eruption vorbereitet, aber nicht, ob und wann der Feuerberg tatsächlich eruptieren wird. Zu viele Variablen beeinflussen das Geschehen und unser Wissen über die tatsächlichen Vorgänge im Vulkan sind lückenhaft. Viele Annahmen basieren auf Indizien und daraus entwickelten Modellen. Unser Blick in das Erdinnere erfolgt durch die undurchsichtigen Fenster der Messinstrumente. Doch so viel lässt sich sagen: Magma ist in das Gestein unter dem Vulkan eingedrungen und sammelt sich dort an. Sehr wahrscheinlich ist der Magmanachschub noch nicht ganz zum Erliegen gekommen. Die Treibende Kraft hinter dem Magmaaufstieg war der isostatische Druckausgleich: das geschmolzene Gestein ist weniger Dicht (und somit leichter) als das umgebene Festgestein. Daher steigt es wie eine Luftblase in einem Wasserbecken auf. Ab einer gewissen Tiefe (oft sammelt sich das Magma in 5-8 km Tiefe an) reicht dieser Dichteunterschied allerdings nicht mehr aus, um gegen den Widerstand des festen Gesteins weiter aufzusteigen. Ab dann wird zusätzlicher Gasdruck benötigt, der vom Magma selbst geliefert wird. Wie hoch dieser Gasdruck sein muss hängt auch vom Widerstand des umgebenen Gesteins ab. Dieser scheint im Falle des Gunung Agung recht hoch zu sein. Ein weiterer Faktor ist, wie viel Gas durch Fumarolen und Gesteinsporen entweicht. Doch was passiert nun mit dem Magma im Berg? Kann es noch eruptieren und wie lange besteht die Gefahr eines Ausbruchs? Eine einfache Antwort auf diese Fragen gibt es nicht, wohl aber mehrere Szenarien:

  1. Das Magma kühlt langsam ab und erstarrt, ohne dass es zu einer Eruption kommt.
  2. Es strömt weiteres Magma nach bis der Druck so groß ist, dass es eruptiert.
  3. Das Magma entwickelt sich weiter und es kommt später zu einer Eruption.

Wie eine mögliche Eruption aussehen könnte, hängt nicht nur von der Menge des Magmas ab, sondern auch von ihrem Chemismus.  Im Falle von Subduktionszonen-Vulkane ist das primär aufsteigende Magma bereits relativ zähflüssig und reich an flüchtigen Fluiden (Wasser, Gas). In den seltensten Fällen handelt es sich um ein basaltisches Magma. Im günstigsten Fall ist es ein andesitischer Basalt, oder ein Andesit. Letzteres wurde bisher meistens bei den Ausbrüchen des Gunung Agung gefördert. Andesitische Schmelze hat eine mittlere Zähigkeit (Viskosität) und kann als zähflüssige Lavaströme, oder aber auch rein explosiv gefördert werden. Während die Schmelze nun in relativ geringer Tiefe unter dem Berg festsitzt und langsam abkühlt, entstehen feste Minerale, die die Viskosität und Zusammensetzung des verbleibenden Magmas verändern. Der Vulkanologe nennt diesen Reifevorgang magmatische Differentiation. Dabei werden auch weitere Fluide freigesetzt, die für eine Erhöhung des Druckes im Untergrund sorgen können. Dieser Prozess kann Jahrzehnte in Anspruch nehmen, da das Magma im Untergrund gut isoliert ist und nur sehr langsam abkühlt. Am Ende der magmatischen Differentiation steht ein extrem zähes rhyolithisches Magma. Diese Magma-Art enthält viel Gas, da es nur schlecht aus der Restschmelze entweichen kann. Wenn das Gas entweicht, dann erfolgt es meistens explosiv, entsprechend verheerend sind die resultierenden Eruptionen. Rhyolith kann auch effuisv gefördert werden und neigt dann dazu einen Lavadom zu bilden, der den Krater ausfüllt und den Förderschlot verstopft. Erreicht der Dom eine kritische Größe kann er kollabieren, was eine kaskadenartige Reaktion hervorruft. Es entsteht eine hoch aufsteigende Aschewolke und pyroklastische Ströme.

So ein Hergang kann in seinem katastrophalen Verlauf praktisch nur noch durch eine andere Möglichkeit getoppt werden: Nach einiger Zeit steigt frisches Magma aus großer Tiefe auf und vermischt sich mit der rhyolithischen Schmelze. Diese Magma-Mischungsprozesse gehen für gewöhnlich mit sehr starken Eruptionen einher, die nicht selten dazu führen, dass der obere Bereich des Vulkans weggesprengt wird. Ein Beispiel hierfür ist die Krakatau-Eruption von 1883. Doch dies ist ein relativ unwahrscheinliches worst case Szenario.

Shiveluch: Vulkanasche driftet bis Alaska

Am 7. und 8. November gab es am Vulkan Shiveluch auf Kamtschatka 2 großer Eruptionen bei denen Vulkanasche bis zu 8,5 km hoch aufstieg. Bei einer dieser Eruptionen stand der Wind so, dass die Asche bis nach Alaska verfrachtet wurde. Die Eruptionen standen sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit partiellen Domkollaps und der Generierung pyroklastischer Ströme.

Gunung Agung mit zunehmender Seismik

Nach dem mittelschweren Erdbeben, welches sich an der Nordküste Balis manifestierte, nahm die Seismik unter dem Gunung Agung wieder zu. VSI führt für gestern 126 Erschütterungen auf, sowie 1 Phase mit nicht-harmonischen Tremor.

Suwanose-jima mit 2 Eruptionen

Der japanische Inselvulkan eruptierte heute 2 Mal. Vulkanasche stieg mehrere Hundert Meter hoch auf. Der Vulkan zählt zu den aktivsten Feuerbergen des Landes. Seine Eruptionen sind meistens vergleichsweise schwach.